Triathlon "Challenge" in Roth

Hervorragender zweiter Rang beim grösstem Triathlon der Welt
Luisa Marie schnellste Frau im Main-Donau-Kanal

Roth. Sie sind wieder zuhause und „Freie Presse“ hatte mit einem Tag Abstand Gelegenheit mit den „Silberlingen“ von Roth zu sprechen. Beim von der Starterzahl
her weltweit größten Langstreckentriathlon hatte am Sonntag in der gemischten
Staffel das Trio Luisa-Marie Kempe, Markus Hunger und Mirko Eger in phantastischen 8:54:36 Stunden aus rund 250 Staffeln die Silbermedaille geholt.

Die erst 13-jährige Luisa-Marie, das größte Talent des Olbernhauer Schwimmteams, hatte als Schwimmerin auf der 3,8 Kilometer langen Distanz den Weg zum Erfolg ihre zwei großen Kollegen geebnet. Erst anwaltlicher Briefwechsel und die Einverständniserklärung der Eltern hatten ihren Namen auf die Startliste gebracht und am Start musste sie auch noch die verhaltene Häme der Konkurrenz ertragen – „na Kleene, willste wirklich hier mitschwimmen“, „hast ja nicht mal einen Neo“, „ist dass nicht ein bisschen viel“ – so und ähnlich lauteten die flotten Sprüche. Luisa-Marie
hatte wirklich keinen Neoprenanzug an, dafür aber ihren speziellen Haifischhaut-Badeanzug. Als sie rund 52 Minuten nach dem Start als erste Frau aus dem Wasser stieg, waren die Spötter verstummt und die Staffel vom Olbernhauer Verein
Pulsschlag Erzgebirge genoss fortan die volle Aufmerksamkeit des
Wettkampfsprechers. Als zweite hatte der 31-jährige Markus Hunger 180
Radkilometer in Angriff genommen. Hitze – „aber das macht mir nichts aus“ - und
starker Wind verlangten alles. Er übergab nach wenig mehr als 5 Stunden an den 26-jährigen Mirko Eger, der in knapp drei Stunden die letzten 42 Marathonkilometer in Angriff nahm. Und auch er blickte auf ein gutes Rennen, alle drei Kilometer hätten
die Organisatoren Erfrischungen und Schwämme mit Wasser bereitgehalten. Einen Kilometer vor dem Ziel wurde es jedoch noch einmal eng. Der am frühen Morgen zubereitete Mix aus einem Powerriegel mit Cola hatte wohl zu gären begonnen. „Ich hatte es rein und eine Minute später war mir schlecht“, blickte Eger zurück. Er
musste sich mehrfach übergeben, konnte aber weiterlaufen. 400 Meter vor dem Ziel wartete der Rest des Trios und gemeinsam Hand in Hand ging es unter dem Beifall
der Zuschauer durchs Ziel. Klar, dass nach soviel Erfolg eine Wiederholung zumindest schon in den Köpfen angedacht ist. Für Luisa-Marie Grund für ein Kompliment: „Die Jungs waren super“. (LE)

 

links: Luisa Marie mit ihrem "Siegerbier" ... Erdinger ALKOHOLFREI !!!
rechts: am Abend vor dem Rennen - Team und Betreuer ... Katja, Markus, Steffen, Mirko und Luisa Marie

 

links: kurz nach dem Schwimmstart
rechts: Mirko und Steffen beim Rad zerlegen

 

links: ein super "Bobbycar" - Luisa Marie, Markus und Mirko
rechts: Luisa beim Schwimmen

 

links: die Spitze - ein Australier und Faris al Sultan nach dem Radfahren
rechts: der Sieger am Ende ... Chris McCornek

 

links: bei der Hitze ...
rechts: so viele Bekleidungbeutel ... Logistik pur ... ein TOP Event

 

links: Luisa Marie (Schwimmen) und Markus (Rad) habens geschafft ...
rechts: Makus, Luisa Marie und Mirko (noch etwas geschafft vom Laufen) nach dem "Finishen"

 

links: Marathonläufer Mirko (Lauf)
rechts: Mirko ist nach dem Marathon total fertig

 

links: Team und Fans vor Ort nach dem Rennen
rechts: Markus am Abend vorher ganz relaxt ...

 

links: Organisator und Bürgermeister von Roth
rechts: der Zielbereich