Deutsche Jugend und Junioren Meisterschaft

Luisa Marie mit zweimal Silber und Top-Zeiten bei DJM
Ann-Kathrin und Hanna mit tollen Bestzeiten - Materialschlacht
Berlin. Ann-Kathrin Löser konnte bei ihrer ersten Deutschen Jahrgangsmeisterschaft
innerhalb des Jugendmehrkampfs mit ausschliessich Bestzeiten glänzen. Von 55
Teilnehmerinnen stand zum Abschluss Rang 41 mit 2529 Punkten zu Buche. Ihre
besten Einzelplazierungen gelangen der Zwölfjährigen über 50 m Kraulbeine als Achte
in 42,0 Sekunden sowie 100 m Schmetterling in 1:14,5 Minuten. Sehr zufrieden
waren Trainer Alexander Steiner und Vati Michael der mit in Berlin weilte über
5:09,9 Minuten über 400 m Freistil, was einer Steigerung von 21 Sekunden
gegenüber Dezember und Rang 37 darstellt. Für 100 m Freistil brauchte “Anni”
1:06,9 und belegte Platz 31. Über die abschliessenden 200 m Lagen schlug die Großrückerswalderin nach 2:46,4 als 44te an.

Erstmals durfte auch die ein Jahr ältere Hanna Rothenstein bei den Deutschen
Nachwuchsmeisterschaften starten. Über 50 m Freistil gelang ihr exakt in persönlicher
Bestzeit Rang 15. “Wenn die Waldkirchnerin nicht so oft und widerstandsärmer atmen
würde, wären die drei Zehntelsekunden fürs Finale sicher möglich gewesen”, so ihr Trainer. Nicht optimal liefen die 100 m Freistil, wo Hanna etwas über ihrer erst vor
zwei Wochen aufgestellten Bestzeit blieb.

Der wichtige Grundlagenaufbau von Januar bis April wurde bei Luisa Marie durch ein
Lungenentzündung zwischen den Trainingslager in den Winter- und Osterferien empfindlich gestört. Um auf keinen Fall keinen Krankheitsrückfall zu riskieren und
Luisa Marie trotzdem die Medaillenchancen bei der DJM zu wahren, habe ich mit
Luisa Marie vor allem viel an der Technik und am Wassergefühl gearbeitet, was sich absolut bezahlt gemacht hat.

Mit Rang drei im Vorlauf über 100 m Rücken zeigte vor allem auf der ersten 50 m
Bahn direkt neben der Deutschen Meisterin Christin Zenner wie stark sie ist, wobei
sich die fehlende Substanz am Ende sich schon bemerkbar machte. ...

... In hervorragenden 26,99 Sekunden schlug die Olbernhauerin nach 50 m Freistil auf
einer ihrer Nebenstrecken zu Silber an.

Die derzeit stärkste Strecke der 15-jährigen stand am letzten der fünf
Wettkampftage mit den 50 m Rücken auf dem Programm. Bereits im Vorlauf knackte
sie in 30,87 Sekunden im alten Wettkampfanzug ihre persönlich Bestzeit, lag aber mit immerhin acht Zehnteln Rückstand auf dem zweiten Platz. In einem nahezu perfekten Finale schlug Luisa Marie nach 30,09 Sekunden an. “Bei etwa 40 Meter hatte ich zwei nicht optimale Züge, was mich die Goldmedaille gekostet hat”, meint Luisa Marie
selbst. Dies bedeutete mit nur zwölf Hundertstelsekunden Rückstand zu Gold Silber.
Die Zeit liegt fast eine halbe Sekunde unter der geforderten Norm für die Junioren Europameisterschaften in Belgrad und würde dort nach den Ergebnissen der letzten
Jahre im etwa Bereich der Bronzemedaille liegen.

Direkt nach dem Finallauf und der Siegerehrung musste die Olbernhauerin erstmals
bei einem Wettkampf zur Dopingkontrolle und die Heimreise verzögerte sich um über
zwei Stunden. Insgesamt ist der Trainer mit den gezeigten Steigerungen seiner Schützlinge sehr zufrieden auch wenn vielleicht die eine Medaillenfarbe, eine Medaille oder ein Finale mehr drin gewesen wäre. Genau zum richtigen Zeitpunkt waren die Mädels wieder einmal top fit.

 
links: Ann-Kathrin über 100 m Freistil
rechts: Anni zeigte bei allen Einsätzen persönliche Bestzeiten
 
links: Hanna vor den 50 m Freistil
rechts: Papperatzie Christian !!!
 
links: Hanna - stark aber die Atmung ...
rechts: Luisa Marie Start 50 m Freistil Vorlauf
 
links: Anni hatte ihren persönlichen Betreuer
rechts: Papi mit Anni
 
links: Ann-Kathrin, Luisa Marie und Hanna
rechts: unsere DJM Teilnehmer sind super drauf
 
links: Siegerehrung über 50 m Rücken
rechts: Luisa Marie beim Interview nach tollen 30,09 Sekunden
Herzlichen Glückwunsch zur DJM-Oualifikation und viel Erfolg !!!
Ann-Kathrin, Hanna und Luisa Marie starten beim DJM
 
links: Ann-Kathrin, Luisa Marie und Hanna
rechts: unsere DJM Teilnehmer sind super drauf
 
links: alle Drei im Team-Look
rechts: VIEL ERFOLG !!!
  
links: Luisa Marie Kempe (1992) - 50 m Rücken - 100 m Rücken - 50 m Freistil
mitte: Ann-Kathrin Löser (1996) - JMK - 100 m Delphin - 100 m Freistil - 400 m Freistil - 200 m Lagen
rechts: Hanna Rothenstein (1995) - 50 m Freistil - 100 m Freistil
Olbernhau/Marienberg. Ann-Kathrin Löser (1996), Hanna Rothenstein (1995) und
Luisa Marie Kempe (1992) starten von Mittwoch bis Sonntag bei den Deutschen
Jugend und Junioren Meisterschaften im Schwimmstadion Europapark Berlin.
Insgesamt sind über 1000 Aktive aus 271 Vereinen 4134 mal am Start. Das Schwimmteam Erzgebirge stellt hinter Chemnitz und Leipzig und fast auf Augenhöhe
mit der Landeshauptstadt Dresden und noch vor der selbst ernannten Sportstadt
Riesa das zahlenmässig viertstärkste sächsische Team. Nie zuvor haben gleich drei Aktive aus der Region die harten Qualifikationsnormen für die DJM erfüllt.

Das umfangreichste Programm hat das Küken im Team Ann-Kathrin Löser die im
Jugendmehrkampf an den Start geht. Für die Großrückerswalderin stehen am
Mittwoch vier Grundübungen - 50 m Kraulbeine, 15 m Delphinbewegung, ein Gleittest sowie beidbeiniger Dreierhop an Land auf dem Programm. Am Donnerstag folgen mit
den 100 m Schnetterling wohl ihre Lieblings- und aussichtsreichste Strecke auf dem Programm. Am Freitag folgen die 100 m Freistil. Mit den 400 m Freistil steht am
Samstag die von der Zwölfjährigen am wenigsten gemochte Strecke an. Der
krönnede Abschluss des Mehrkampfes bilden am Sonntag die 200 m Lagen, wo alle
vier Schwimmstiele jeweils 50 m geschwommen werden. Im Training, welches zielgerichtet auf diese Meisterschaft ausgerichtet ist, hatte die Schülerin so gut wie keinen Trainingsausfall zu verkraften. Daher ist sich Trainer Alexander Steiner sicher, dass “Anni” das Programm sehr gut absolvieren wird.

Luisa Marie Kempe startet am Donnerstag mit 100 m Rücken in die diesjährigen
Meisterschaften. Für die 15-jährige sind es bereits die fünften deutschen
Nachwuchstitelkämpfe. Am Samstag geht “Lui” über die 50 m Freistil an den Start, woran sie immer mehr Gefallen findet, bevor es am Sonntag über ihre Lieblingstrecke
50 m Rücken geht. Rechtzeitig zu den Meisterschaften scheint die Olbernhauerin ihre Bestform zu finden. Beim Erzgebirgspokal in Chemnitz bot die Schülerin ihren besten Wettkampf seit fast zwei Jahren. Aufgrund einer Lungenentzündung im Februar/März sowie einer Brustmuskelentzündung im November/Dezember und dem damit
verbundenen Trainingsausfalls im Aufbautraining haben wir uns entschlossen auf eine ihrer Hauptstrecken die 200 m Rücken zu verzichten und uns ausschliesslich auf die kürzeren Distanzen zu konzentrieren.

Niemand hatte wohl gedacht das Hanna Rothenstein, die erst seit Februar unter
Trainer Alexander Steiner beim Schwimmteam Erzgebirge trainiert, die Qualifikation
für die DJM schafft. Noch im April musste sich die 13-jährige ihren früheren Trainingskolleginnnen aus Chemnitz deutlich geschlagen geben. Zum Erzgebirgspokal
vor einigen Tagen zeigte die Waldkirchnerin zu was sie fähig ist und qualifizierte sich
für 50 m Freistil die am Samstag stattfinden sowie die 100 m Freistil mit dem Hanna
den ersten Start des STE bei der DJM am Mittwoch absolviert. Ihr Trainer traut der grossgewachsenen Schülerin noch mehr zu, wenn sie ihre Länge und Kraft optimal
nutzt und konsequent trainiert.

Heckel: Freuen sich Deine Schützling, dass der Vergleich, auf den sie so lange hingearbeitet haben nun endlich stattfindet?
Steiner: Natürlich freuen sich die Mädels, dass es nach zehn Monaten Training und
vier Trainingslagern endlich los geht. “Die schönste Zeit in der Saison ist, wenn wir
2 1/2 Wochen vor den Meisterschaften immer weniger trainieren und uns für den Wettkampf ausruhen um dort die beste Leistung des Jahres abzuliefern”, sind sich
die Mädels einig. Täglich kann man förmlich sehen wie gut die Erholung meinen Schützlingen tut und das sie von Tag zu Tag immer besser “rutschen”. Ich wünsche allen Drei, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen.

Heckel: Hättest Du damit gerechnet, dass sie Ann Kathrin und Hanna qualifizieren?
Steiner: Das ich Ann-Kathrin bei der DJM 2008 mitnehme, stand für mich schon bei
der Talentiade im Sommer 2007 fest, wo sie geglänzt hat. Natürlich musste sie
weiterhin so zielorientiert trainieren und gesund bleiben. Bei Hanna ist der Knoten
erst im Mai geplatzt.

Heckel: Sind die beiden Neulinge aufgeregt? Was bedeutet für sie die Qualifikation?
Ich glaube alle Aktiven sind noch aufgeregter als ich. Kurz vor solchen wichtigen
Starts und beim Rennen selbst ist auch mein Puls auf 180. Wenn das nicht so wäre, würde man sicherlich etwas falsch machen. Die Qualifikation ist der Lohn für das
harte tägliche - oftmals auch zweimal - Training.

Heckel: Wie haben sich die Zeiten Deiner Schützlinge in den vergangenen Monaten entwickelt?
Steiner: Bei Ann-Kathrin ist es in der Saison kontinuierlich bergauf gegangen.
Luisa Marie scheint genau zum richtigen Moment in Bestform zu kommen, nach einer guten Kurzbahnsaison im Herbst und den leider langwierigen Erkrankungen im Winter. Auch bei Hanna scheint erst mit Beginn der warmen Jahreszeit der Knoten geplatzt
zu sein.

Heckel: Über welche Distanzen wird wer starten?
Mittwoch: Hanna 100 m Freistil - Ann-Kathrin JMK-Übungen
Donnerstag: Luisa Marie 100 m Rücken - Ann-Kathrin 100 m Schmetterling
Freitag: Ann-Kathrin 100 m Freistil
Samstag: Luisa Marie 50 m Freistil - Hanna 50 m Freistil - Ann-Kathrin 400 m Freistil
Sonntag: Luisa Marie 50 m Rücken - Ann-Kathrin 200 m Lagen

Heckel: Warum wurde im Vorfeld das Wort Medaillenhoffnung gemieden?
Ich weiss was meine Schützlinge können und das sie gut drauf sind, aber von
Spekulationen im Vorfeld halte ich nichts, da wir nur das beeinflussen können was
auf unseren Bahnen passiert. Der Druck aus dem Umfeld ist so schon gross genug.